Industrie

Lebensmittelproduktion

 

 

 

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Warum maßgeschneiderte Emissionskontrolle in der Lebensmittelproduktion wichtig ist

In der Lebensmittelproduktion gehen generische Geräte und Systeme von der Stange oft an den nuancierten Gefahren und Leistungsvariablen vorbei, die für jede Anlage einzigartig sind. Einheitsgeräte können erhebliche Nachteile mit sich bringen, wie z.B.: ineffiziente Reinigungszyklen, unzureichende Allergenabscheidung, ungleichmäßige Wärmeprofile und Energieverschwendung. Dies führt zu mehrfachen Nachrüstungsinvestitionen und unerwarteten Ausfallzeiten. Der bewährte Prozess von JOA diagnostiziert die Ursachen bei Ihnen vor Ort, liefert gleich beim ersten Mal die richtigen maßgeschneiderten Lösungen und vermeidet kostspielige Nachkäufe.

Durch datengesteuertes Design, gründliche Implementierung und kontinuierliche Optimierung stellen wir sicher, dass Ihre Investition dauerhafte Vorteile bringt:

Sicheres & gesundes Arbeitsumfeld

Übereinstimmung mit der neuesten Gesetzgebung

Prozess-Effizienz

Verbesserte Produktausbeute

Abwärme-Rückgewinnung

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Die wichtigsten Herausforderungen in der Lebensmittelindustrie

Lebensmittelverarbeitende Betriebe stehen vor eng miteinander verknüpften technischen und rechtlichen Herausforderungen, die mit Standardgeräten allein nicht zu lösen sind. Zu den wichtigsten Komplexitäten gehören:

Komplexe Staub- und Dampfgemische: Bei vielen Prozessen in der Lebensmittelproduktion werden Feinstaub, Ölnebel und klebrige Partikel freigesetzt, die herkömmliche Filter verstopfen und Standardlüftungssysteme überfordern. Die fortschrittliche Luftmodellierung und die maßgeschneiderten, selbstreinigenden Filterlösungen von JOA verhindern Verstopfungen in öligen, klebrigen und brennbaren Umgebungen.

Rückgewinnung von schwankender Abwärme: In Lebensmittelfabriken werden Geräte (Trockner, Öfen, Kompressoren, Waschanlagen usw.) betrieben, die Abwärme bei unterschiedlichen Temperaturen, Feuchtigkeitsgraden und mit Unterbrechungen erzeugen. Das Erfassen und Integrieren dieser Energie ist aufgrund der ungleichmäßigen und schwankenden Belastungen während der Produktionszyklen technisch komplex.

Aufrechterhaltung der Systemstabilität unter variabler Last: Schwankende Start-/Stopp-Zyklen, Reinigungsroutinen und Produktionsrampen stellen eine Herausforderung für eine konsistente Absaugung und einen ausgeglichenen Netzdruck dar.

Explosionssicherheit und ATEX-Konformität: Der Umgang mit brennbaren Stäuben wie Getreide, Zucker und Aromastoffen erfordert eine zukunftssichere ATEX-Zoneneinteilung, robuste Filtergehäuse, Abtrennung, Unterdrückung und Löschoptionen, die bereits in der Entwurfsphase berücksichtigt werden.

Prozess- und Rezepturänderungen: Wenn sich Rezepturen, Inhaltsstoffe und Anlagenlayouts ändern, müssen Extraktions- und Filtrationssysteme ohne Ausfallzeiten rekonfigurierbar sein. Die modularen, leicht aufrüstbaren Baugruppen von JOA ermöglichen rasche Aktualisierungen für neue Produkteinführungen und Layoutänderungen.

Hygienisches Design und Kontaminationskontrolle: Strenge Hygiene verlangt nach selbstentleerenden Kanälen, CIP/SIP-kompatiblen Komponenten und zugänglichen Konfigurationen, um Kreuzkontaminationen zu verhindern und Reinigungsvalidierungen zu vereinfachen.

Die Prozesse, die wir in der Regel beobachten, wenn diese Herausforderungen auftreten, sind:

Mischen, Vermengen und Dosieren von Aromen

Fördern und Transportieren von Schüttgutpulvern

Wiegen und Abfüllen

Thermische Verarbeitung (Backen, Braten, Rösten)

Schleifen, Mahlen & Zerkleinern

Verpacken & Einpacken

Siloabfüllung/Entleerung & Schüttgutlagerung

Bei der Herstellung von Lebensmitteln entsteht eine Vielzahl von Verunreinigungen in der Luft. Dazu gehören feine Stäube von Zutaten, ölige Nebel und klebrige oder geruchsintensive Dämpfe. Solche Emissionen können Gesundheits- und Sicherheitsrisiken darstellen, die Produktqualität beeinträchtigen und erfordern effektive Absauglösungen. Nachfolgend finden Sie einige typische Stoffe, die bei der Lebensmittelproduktion auftreten:

AmmoniumSüßwaren & BonbonsZutaten wie Stärke & Milchpulver
AnaerobierClostridium botulinumIsobutyl Isobutyrat
Bacillus cereusClostridium perfringensLithium
BakterienMolkereiprodukte (z.B. Milch) und MilchpulverListeria Monocytogenes
Bäckerei ProdukteDiacetylMykotoxine
BariumEcoliAndere Schüttgüter
BioaerosoleEnterobacter SakazakiiTiernahrung
SemmelbröselEntero-hämorrhagische Escherichia ColiKaliumhydroxide
KalziumFuttermittelSäuglingsanfangsnahrung in Pulverform
CampylobacterGeschmäckerNatrium
MüsliMehlStärke
KaugummiGetreide, Weizen, Saatgut, Nüsse, Gemüse und FrüchteZucker
KakaoHexanHefe
Kaffee und Tee
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Fallstudien Lebensmittelindustrie

Royal Avebe: Emissionsreduzierung durch Pre-Engineering

Erfahren Sie, wie JOA Air Solutions den Partikelgrenzwert von Royal Avebe von 20 mg/m³ durch Messungen vor Ort, Einblicke der Bediener und fortschrittliche CFD-Simulationen einhalten konnte und wie unsere maßgeschneiderte Lösung eine nahtlose Nachrüstung ermöglichte – ein Beweis dafür, warum es in der komplexen Lebensmittelindustrie darauf ankommt, von Anfang an alles richtig zu machen.

Lesen Sie hier mehr über das Projekt
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Wie löst JOA Herausforderungen in der Lebensmittelindustrie

Eine effiziente Lebensmittelproduktion erfordert konstante Leistung, Zuverlässigkeit und Prozesssicherheit. Hochwertige Luft-, Staub- und Dampfabsaugung ist unerlässlich. Nicht nur, um empfindliche Zutaten und Endprodukte vor Verunreinigungen zu schützen, sondern auch, um einen gesunden Arbeitsplatz zu erhalten, Staubexplosionen zu verhindern und die Integrität der Anlagen zu sichern. Hier erfahren Sie, wie unser bewährtes Verfahren auf die besonderen Anforderungen der Lebensmittelindustrie zugeschnitten ist:

Datenerfassung & Messungen: Ohne Daten können Sie keine Entscheidungen treffen. Deshalb führen wir im Rahmen einer Pre-Engineering-Studie Messungen und Prozessbeobachtungen vor Ort durch. Wir analysieren Staub-, Ölnebel- und Dampfemissionen an kritischen Stellen (z.B. Mischer, Förderbänder, Abfüllanlagen) und stellen so sicher, dass wir die tatsächlichen Risiken einer Kreuzkontamination der Produkte und der Exposition der Mitarbeiter erfassen. Diese Daten bilden die Grundlage für ein hygienisches, energieeffizientes und gesetzeskonformes Systemdesign.

Beratung & Design: Rohdaten allein sind nicht genug. Unsere hausinterne lufttechnische Modellierung (GCM™) und unser Fachwissen im Lebensmittelsektor ermöglichen es uns, den Luftstrom zu visualisieren, Bakterien-Hotspots zu identifizieren und Risiken der Kreuzkontamination zu ermitteln. Unser Ingenieurteam entwickelt Lösungen, bei denen der Zugang zur Reinigung (CIP/SIP), die Kontrolle von Allergenen und die Auswahl von Materialien, die den Standards der Lebensmittelsicherheit entsprechen (z. B. Edelstahl, FDA-konforme Kunststoffe), Priorität haben.

Konstruktion & Implementierung: Bevor wir mit der Umsetzung beginnen, überprüfen wir, ob alle Anlagenkonzepte zu Ihrem Produkt, Ihrem Prozess und Ihren Reinigungsprotokollen passen. Auf der Grundlage bewährter Lösungen und firmeninterner Innovationen liefert JOA integrierte Absaug- und Emissionskontrollsysteme, die speziell für die dynamische, produktübergreifende Lebensmittelproduktion geeignet sind. Dabei arbeiten wir mit Ihnen zusammen, um sicherzustellen, dass die Systeme einfach zu warten und überprüfbar sind und den sich ändernden Lebensmittelsicherheitsvorschriften entsprechen.

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Warum JOA der richtige Partner für die Lebensmittelindustrie ist

Durch die Zusammenarbeit mit JOA können Lebensmittelhersteller strenge Hygiene- und Luftqualitätsstandards einhalten, die Produktintegrität schützen und eine konsistente, hochwertige Lebensmittelproduktion unterstützen.

Maßgeschneiderte Lösungen

Wir entwickeln maßgeschneiderte Systeme, die den einzigartigen Herausforderungen jedes Kunden gerecht werden.  

Lufttechnische Modellierung & CFD-Analyse

Einsatz fortschrittlicher Berechnungsmethoden zur Entwicklung effizienter Emissionskontrollsysteme.

Prozess-Garantien

Sicherstellen, dass die implementierten Lösungen den Leistungserwartungen und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.  

Umfassende Erfahrung

Eine nachgewiesene Erfolgsbilanz in der Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen bei komplexen industriellen Prozessen.    

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine effektive Emissionskontrolle und Staubabsaugung für den Erfolg der Lebensmittelproduktion unerlässlich sind. Das Know-how von JOA bei der Bereitstellung maßgeschneiderter Lösungen stellt sicher, dass Unternehmen saubere und effiziente Abläufe aufrechterhalten und die strengen Anforderungen der Branche erfüllen können.    

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Häufig gestellte Fragen

Lebensmittelindustrie FAQ

Die Vermeidung von Kreuzkontaminationen und der Ausbreitung von Allergenen wird durch die lokale Absaugung an wichtigen Emissionspunkten (z.B. Sackabwurfstationen, Verpackungen, Übergabepunkte) und durch die Verwendung von Gehäusen mit Absaughauben unter Unterdruck erreicht. Der richtige Systemabgleich mit patentierten Drosseln hält die Luftstromrichtung aufrecht und verhindert, dass Schwebeteilchen zwischen den Bereichen wandern. In Anlagen, in denen die Sicherheit und Hygiene des Bedienpersonals von entscheidender Bedeutung ist, z.B. in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, werden Einhausungen oft mit einer Absaugung direkt an der Quelle kombiniert, um Verunreinigungen sofort zu entfernen, bevor sie entweichen können.

Ja, JOA-Systeme können für klebrige oder ölige Stäube mit Merkmalen wie speziellen Beschichtungen, Anti-Verstopfungssystemen und automatischer Reinigung konzipiert werden. Für explosive (ATEX) oder brennbare Partikel sind Systeme in vollständig ATEX-konformer Ausführung erhältlich (z.B. Filtereinheiten für ATEX Zone 20/22, Explosionsentlastungsplatten, Zellenradschleusen und Absperrventile). Die Filter sind so dimensioniert, dass Geschwindigkeiten und Oberflächenbelastungen innerhalb sicherer Bereiche bleiben, mit Funktionen wie Explosionsentlastung, Rückschlagventilen, flammenlosen Entlüftungen und vollständig geerdeten Komponenten. Wenn Sie sich auf den maximalen Explosionsdruck (Pmax), Kst und MIE-Werte beziehen, stellt die Systemauswahl die Einhaltung der Vorschriften durch technische Kontrollen und Risikoanalysen sicher.

Die Absaugsysteme von JOA sind auf Modularität und Anpassungsfähigkeit ausgelegt. Karusselltechnologie, statische Balancer und einstellbare Entnahmepunkte ermöglichen Erweiterungen, Verlagerungen oder Modifikationen, wenn sich das Produktionslayout ändert. Abzweigungen können ohne negative Auswirkungen auf die Systemstabilität in Betrieb oder außer Betrieb genommen werden. Gehäuse, Rohrleitungen und Steuersysteme sind für zukünftige Upgrades und Prozessänderungen ausgelegt.

Die Wartungsintervalle hängen von der Staubbelastung und dem Prozess ab, wobei ein typischer Filterwechsel empfohlen wird, wenn der Druckabfall die Auslegungsgrenzen überschreitet (häufig >1.600 Pa für Hauptfilter). Für die meisten industriellen Systeme ist eine vorbeugende Wartung alle 6-12 Monate oder entsprechend den Differenzdruckmessungen vorgesehen. Die automatische Puls-Jet-Abreinigung verlängert die Lebensdauer der Filter, aber klebriger/öliger Staub kann eine häufigere manuelle Reinigung oder den Einsatz von Bandfiltern mit automatischem Medienwechsel erforderlich machen. Die Wartungsplanung wird bereits in der Planungsphase berücksichtigt und für jede Anlage dokumentiert.

Ja, JOA kann Systeme mit lebensmittelechten Filtermedien (z.B. antistatischer Polyester-Nadelfilz, ePTFE) und vollverschweißten Edelstahl-Filtergehäusen liefern. Für Prozesse, die eine Hygiene- oder Allergenkontrolle erfordern, sind Cleaning-in-Place- (CIP) und Steam-in-Place- (SIP) Funktionen (einschließlich der Reinigung der Filterschläuche und des Filtergehäuses) verfügbar, wobei die Konstruktionen gemäß den bewährten Verfahren der Lebensmittelindustrie getestet und validiert sind.

Die Dauer der Installation hängt vom Projektumfang ab und liegt bei mittelgroßen Systemen in der Regel zwischen 4 und 8 Wochen. JOA ist bestrebt, Unterbrechungen durch den Einsatz von Container-Workshops, sorgfältiger Schnittstellenplanung und schrittweiser Cut-Over-Strategien zu minimieren. Falls erforderlich, werden die Einbindung und Inbetriebnahme während geplanter Stillstände oder an Wochenenden geplant, um Produktionsausfälle zu vermeiden. Vorübergehende Extraktions- oder Bypass-Lösungen können angeboten werden, um den Betrieb während der Installation aufrechtzuerhalten.